Barc Data Fabric Survey 2026 – Ergebnisse für Snowflake

Was ist TOGAF? Ein praktischer Leitfaden für das The Open Group Architecture Framework

TOGAF ist ein Framework, mit dem Unternehmen abbilden, wie ihre Geschäftsprozesse, Anwendungen und Datensysteme zusammenpassen – und wie sie diese weiterentwickeln können, ohne Bewährtes zu beeinträchtigen. Dieser Leitfaden erklärt, wie die Kernmethode (ADM), insbesondere Phase C, Datenteams dabei hilft, komplexe, fragmentierte Umgebungen in klare Modernisierungspläne zu verwandeln.

  • Was ist das TOGAF-Framework?
  • Die TOGAF-ADM und die Datenarchitektur
  • TOGAF und moderne Datenplattformen
  • TOGAF vs. COBIT vs. DAMA-DMBOK
  • Häufig gestellte Fragen
  • Ressourcen

Die Modernisierung einer Datenplattform beginnt in der Regel inmitten einer bestehenden Systemlandschaft. Die Finanzabteilung ist auf einen bestimmten Reporting-Pfad angewiesen, Produktteams auf einen anderen. Regionale Teams haben ihre eigenen Vorgaben zur Datenresidenz und die Verantwortlichen für die Anwendungen wissen, welche Integrationen sich ändern lassen, ohne Ausfälle zu verursachen. Bevor Architekt:innen eine Zielplattform definieren können, benötigen sie eine Möglichkeit, die aktuelle Plattform präzise genug zu beschreiben, um Veränderungen planen zu können. Das The Open Group Architecture Framework (TOGAF) bietet für diese Planungsarbeit einen gemeinsamen Ansatz.

Was ist das TOGAF-Framework?

TOGAF wird von The Open Group gepflegt und organisiert die Unternehmensarchitektur über die Bereiche Business, Daten, Anwendungen und Technologie hinweg. Der TOGAF Standard, 10th Edition, strukturiert diesen Leitfaden als modulare Inhaltsbibliothek, in deren Mittelpunkt die Architecture Development Method (ADM) steht. Sie bietet einen konsistenten Pfad von einer anfänglichen Architekturvision über detaillierte Domänendefinitionen bis hin zur Implementierung und zum fortlaufenden Change Management.

Für Datenverantwortliche findet die wichtigste Arbeit in Phase C statt, in der die Datenarchitektur Teil der übergeordneten Unternehmens-Roadmap wird.

Die TOGAF-ADM und die Datenarchitektur

Die ADM beginnt mit einer Preliminary Phase, in der die Architekt:innen die Architekturfähigkeit selbst etablieren: Sie definieren das Framework und die Prinzipien, passen die ADM an den Kontext des Unternehmens an und richten Governance-Strukturen ein, bevor die eigentliche Arbeit an der Domänenarchitektur beginnt.

Von dort aus durchläuft die ADM acht Phasen sowie einen Requirements-Management-Prozess, der kontinuierlich über alle Phasen hinweg abläuft:

  • Phase A: Architecture Vision
  • Phase B: Business Architecture
  • Phase C: Information Systems Architectures, was die Datenarchitektur und die Anwendungsarchitektur umfasst
  • Phase D: Technology Architecture
  • Phase E: Opportunities and Solutions
  • Phase F: Migration Planning
  • Phase G: Implementation Governance
  • Phase H: Architecture Change Management
  • Requirements Management, das den gesamten Zyklus begleitet

Phase C ist der Punkt, an dem TOGAF am direktesten mit der Data Governance verknüpft ist. Im Bereich Datenarchitektur der Phase C definieren Teams die aktuelle und die Ziel-Datenarchitektur des Unternehmens, identifizieren Lücken und integrieren die Ergebnisse in die Architektur-Roadmap. Diese Arbeit kann Kataloge für Datenentitäten und Datenkomponenten, Datenverteilungsdiagramme, Datensicherheitsdiagramme, logische und physische Datenmodelle sowie Beschreibungen der Informationsflüsse zwischen Systemen umfassen.

In der Praxis verlangt Phase C von den Architekt:innen, Daten als Teil des Unternehmenssystems verständlich zu machen. Eine Kundenentität ist beispielsweise ein Tabellenname, aber auch viel mehr – sie hat eine geschäftliche Bedeutung, Quellsysteme, konsumierende Anwendungen, Zugriffsbeschränkungen, Aufbewahrungserwartungen und Beziehungen zu anderen Entitäten.

Der übliche Workflow in Phase C ist unkompliziert, selbst wenn die Umgebung komplex ist. Ein Team dokumentiert die Basis-Datenarchitektur, definiert die Ziel-Datenarchitektur, vergleicht beide und erstellt dann eine Roadmap, um die Lücken zu schließen. Diese Roadmap kann Änderungen am Datenmodell, Plattformmodernisierung, Verbesserungen der Metadaten, die Anpassung von Sicherheitsrichtlinien oder Änderungen bei der Veröffentlichung und Nutzung von Datenprodukten umfassen.

TOGAF und moderne Datenplattformen

Sobald ein Team die Ziel-Datenarchitektur in TOGAF definiert hat, stellt sich als Nächstes die Frage, wie diese Architektur auf der Plattformebene implementiert wird. Ein logisches Datenmodell, ein Verteilungsdiagramm oder eine Datensicherheitsbeschreibung muss weiterhin auf physische Objekte, Sharing-Muster, Rechenressourcen, Zugriffskontrollen und Metadaten-Dienste abgebildet werden. So unterstützt Snowflake diese Arbeit:

Abbildung der Datenarchitektur auf physische Datenstrukturen

Entitäten und Datenkomponenten aus Phase C lassen sich auf Datenbanken, Schemata, Tabellen und Views in Snowflake abbilden. Die konzeptionellen und logischen Modelle gehören weiterhin dem Architekturteam, aber Snowflake stellt die physischen Strukturen bereit, in denen diese Modelle zu verwalteten, abfragbaren Assets werden.

Übersetzung von Verteilungsdiagrammen in Sharing-Muster

Datenverteilungsdiagramme lassen sich auf Muster für Data Sharing, Replikation und regionenübergreifende Collaboration in Snowflake abbilden. Hier werden Architekturentscheidungen über Datenbewegung, -speicherort und -verfügbarkeit zu Implementierungsmustern.

Verbindung von Technologiearchitektur und Plattformdesign

Phase D knüpft an die Plattformarchitektur selbst an: Speicher, Rechenressourcen, Skalierbarkeit, Parallelität und operative Ausfallsicherheit. In Snowflake kann dies die Trennung von Speicher und Rechenressourcen, virtuelle Warehouses und Multi-Cluster-Skalierung umfassen.

Verknüpfung von Governance-Anforderungen mit Plattformkontrollen

Datensicherheitsbeschreibungen lassen sich auf rollenbasierte Zugriffskontrolle, Dynamic Data Masking, Row Access Policies und Netzwerkrichtlinien abbilden. Metadaten-Erwartungen lassen sich auf den Horizon Catalog für Lineage, Klassifizierung, Tagging und Richtlinienkontext abbilden.

TOGAF hilft einem Architekturteam bei der Definition dessen, was existieren sollte: Zieldomänen, Flüsse, Datenprodukte, Sicherheitserwartungen, Migrationsschritte und Governance-Checkpoints. Eine Plattform wie Snowflake kann bei der Implementierung der physischen und operativen Ebene helfen: Datenbanken, Schemata, Isolierung von Rechenressourcen, Sharing, Replikation, Zugriffskontrollen, Lineage und Metadaten.

TOGAF vs. COBIT vs. DAMA-DMBOK

TOGAF, COBIT und DAMA-DMBOK werden oft zusammen genannt, da sie verwandte Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.

  • TOGAF ist die Architekturmethodik. Sie hilft Architekt:innen, die Unternehmensarchitektur zu definieren, Geschäftsanforderungen mit Systemen und Daten zu verknüpfen und Veränderungen durch die ADM zu steuern.
  • COBIT ist ein Governance-Framework. Es hilft Unternehmen, Kontrollziele, Entscheidungsrechte, Performance-Kennzahlen und Verantwortlichkeiten in der gesamten Unternehmens-IT zu definieren.
  • DAMA-DMBOK ist ein Referenzwerk für das Datenmanagement. Es definiert Datenmanagement-Disziplinen wie Data Governance, Metadatenmanagement, Datenqualität, Stammdatenmanagement, Datenmodellierung und Datensicherheit.

Um die jeweilige Rolle besser zu verstehen, betrachten Sie die Frage, die jedes von ihnen beantwortet. TOGAF fragt: „Welche Architektur benötigen wir und wie gelangen wir dorthin?“ COBIT fragt: „Wie sollte diese Fähigkeit gesteuert und kontrolliert werden?“ DAMA-DMBOK fragt: „Welche Datenmanagement-Praktiken müssen im Alltag angewendet werden?“

Bei einem Programm zur Modernisierung der Datenplattform wirken diese drei oft zusammen. TOGAF kann die Zielarchitektur und die Migrations-Roadmap definieren, COBIT kann die Governance und die Kontrollaufsicht gestalten, und DAMA kann die operativen Datenpraktiken leiten, die Entitäten, Definitionen, Metadaten, Qualitätsregeln und Stewardship-Verantwortlichkeiten auf dem neuesten Stand halten.

TOGAF-FAQs

Nein. TOGAF ist ein Framework für die Unternehmensarchitektur, das von The Open Group gepflegt wird. Es beinhaltet eine Datenarchitektur-Phase, ersetzt aber kein Data-Governance-Framework oder Betriebsmodell. Unternehmen verwenden TOGAF oft zusammen mit COBIT, DAMA-DMBOK oder internen Governance-Richtlinien.

Das TOGAF-Zertifizierungsportfolio von The Open Group umfasst Zertifikate, die auf dem TOGAF Standard, Version 9.2 und dem TOGAF Standard, 10th Edition basieren. Aktuelle Zertifizierungspfade für die TOGAF Enterprise Architecture umfassen die Stufen Foundation und Practitioner, mit Bridge-Optionen für einige Fachleute, die bereits über eine TOGAF-9-Zertifizierung verfügen.